Gabi

Seitdem ich denken kann, trage ich eine schwere Last mit mir. Vom Kleinkindalter, eine Wortlosigkeit zu einem Gefühl tiefen Leids und Erschütterung. Natürlich konnte ich genügend Gründe im Außen finden, die mir und meiner Umwelt Erklärung waren...doch es löste sich nichts.

Schon beim ersten Termin bei Reza Ketabi, ohne viele Worte, saß ich da und spürte endlich ein befreiendes Gefühl, nichts mehr erklären zu müssen. Es fühlte sich an, als ob der Raum in dem ich saß alles sah und kannte. Ein wortloses gesehen werden und ein Eintauchen in was Größeres, plötzlich verbunden. Ich merkte wie meine Gedanken und mein Denken aufhörten. War ich doch im Getrenntsein nur mit meinen kreisenden Gedanken verbunden? Im nicht erklären müssen und nicht verstanden werden müssen, erlebte ich ein befreiendes Gefühl. Verstand ich auch darin wie durch das erklären und verstanden werden, etwas in mir sich versklavt hat.

Reza Ketabi führte mich bei den unterschiedlichen Treffen zur Essenz meiner vielfältigen Ängste. Im Raum alleine konnte ich mich voll drauf konzentrieren. Nur meine Ängste und ich. Zig Taschentücher vollgerotzt....und dabei spürte ich wie ich von einer liebenden und mich nährenden Energie umgeben war. Dieses brachte meinen Körper zum vibrieren und meine Gedanken zum verstummen. Anschließend erlebte ich durch die manuelle Therapie, ganz unterschiedlicher Formen, wie sich in meinem Körper durch wellenartige Bewegungen sich Verkrampfungen und Schmerzen sich auftun und auch auflösen. Ein Empfinden von "ich werde innerlich heller" war spürbar. Die heilsame innere Stille ließ meine Widerstände gegen das Neue und Unbekannte nicht aufkommen.

Es kommen neue Verkrampfungen und Schmerzen aus der Tiefe. Es ist noch nicht vorbei. Hilfreich empfinde ich ein sich stetig ausbreitendes inneres Wissen, das der Schmerz nicht bleibt, wenn ich ihn zulasse und er über mich hinauswächst UND dankbar bin ich für die immerwährende liebende (auch telefonische) Unterstützung die ich von Reza Ketabi erfahre.

Eine liebende Hand die mich führt und mir das Antlitz Gottes zeigt.

DANKE, lieber Reza Ketabi.

9. April 2008